Alle Arten von Brücken und Rohrdurchlässen, die der Überquerung des Gewässers durch Wege, Straßen, Bahnlinien oder der Zufahrt zu Anliegergrundstücken dienen, sind Durchlässe. Sind sie schmaler als das Gewässerbett und die aus Gründen der Erosionssicherheit an der Uferböschung und an der Gewässersohle durch Beton, Mauerwerk oder Steinsatz gesichert sind, bilden sie für Tiere, die im Gewässer oder entlang der Gewässerufer wandern, eine Wanderbarriere. Die Barrierewirkung ist um so größer, je kleiner der Durchlass im Verhältnis zum Mittelwasser- und zum Hochwasserabfluss ist.

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


Liste der Strukturparameter:
Bildwechsel
Gewässerbereich: Sohle
Hauptparameter: Längsprofil
Funktionale Einheit:
Anthropogene Wanderbarrieren

Einzelparameter:
3.5 Durchlässe
Schadstrukturparameter
Bildbeispiele:
LAWA - Kartieranleitung S. 100
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 104 f
(dort als EP 4.5)

Unterschieden wird nach der einengenden Wirkung (seitliche Einengung des Gewässerbettes im Durchlass)

kein Durchlass/Brücke
strukturell nicht schädlich
natürliches Ufer unterbrochen
Lauf verengt

und der Struktur der Gewässersohle im Durchlass
kein Sediment (glatt)
Sediment

Bildbeispiele:

Lauf nicht verengt und Ufer nicht unterbrochen
Lauf verengt kein Sediment
Lauf verengt mit Sediment
Ufer unterbrochen kein Sediment
Ufer unterbrochen mit Sediment

 

 

 

Steht hinter dem jeweiligen Parameter der Tabelle zur Orientierung die Gebietskennziffer und Station des Aufnahmestandortes, so führt ein nachfolgender Link zur Gewässerseite oder auch zur Fotowanderung entlang des zugehörigen Gewässers.