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Hochwasser ist ein Naturereignis.
Die Schäden verursacht der Mensch.











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Diese Website soll
vorrangig mehr Wissen über den Zustand der Fließgewässer
vermitteln. Deren Ausuferungsverhalten steht untrennbar mit
ihrem strukturellen Zustand im Zusammenhang. Daher muss der
Hochwasserschutz, den die Wasser-rahmenrichtlinie direkt nicht
einbezieht, angesprochen werden.
Die generellen Ziele des Hochwasserschutzes
sind:
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Vermeidung von
Hochwasserschäden durch Freihaltung der natürlichen
Überschwemmungsgebiete von Nutzungen, die im Hochwasserfall
zu hohen Schäden führen.
-
Wiedergewinnung
von Retentions-räumen in Verbindung mit mehr
Naturnähe entlang der Gewässer.
-
Bau von Hochwasserschutzanlagen
für das bestehende nicht beseitigbare und unkalkulierbar
hohe Schadenspotential.
-
Erhaltung des
Bewusstseins der Hochwassergefahr insbesondere auch
in Gebieten, die durch Hochwasserschutzbauten im Regelfall
vor Schäden bewahrt werden.
Gewässer- und Hochwasserschutz
müssen miteinander vereinbar gehalten werden. Der Weg
dahin führt über einen schmalen Grat, der unter
dem Eindruck aktueller Schadensfälle leicht verlassen
wird. Gerade dann aber ist Besonnenheit am Platze und der
Einstieg in langfristige Schutzmaßnahmen zu suchen.
Bei einem Hochwasser wird regelmäßig
nach dessen Ursachen gefragt und häufig ein falsches
Bild erzeugt (siehe Pressegrafik).
Hochwasser ist ein Naturereignis. Davon zeugen die historischen
Hochwassermarken
an den großen Strömen. Allerdings sind die Warmzeiten
des Mittelalters infolge erhöhter Sonnenaktivität
mit den heutigen Klimaveränderungen nicht vergleichbar.
Die von den meisten Klimaforschern unbestrittene vom Menschen
mit verursachte wärmere Atmosphäre führt
zu ergiebigen Niederschlägen. Die frohe Kunde von einer
längeren Sommerzeit wird immer häufiger ins Wasser
fallen.
Hochwasserschutzanlagen müssen
daher sein. Sie sind für bestehende nicht mehr beseitigbare
Siedlungen in Überschwemmungsgebieten unverzichtbar,
denn Hochwasser ist unvermeidbar. Hochwasserschutz kann
aber auch entlang großer Gewässer-abschnitte
auf ideale Weise mit dem Erfordernis eines guten Gewässerzu-standes
in Einklang gebracht werden.
Dafür wird
viel zu wenig getan. Die fatalen Folgen bleiben nicht
aus. Den Hochwasserschäden im letzten Jahrzehnt
an Rhein und Oder folgen jetzt zu Beginn des ersten
Jahrzehnts im 21. Jahrhundert die viel verheerenderen
Schadensbilanzen an Elbe und Donau. Nichts zu hören
war von der Weser, dem am extremsten nachteilig veränderte
Strom Mitteleuropas.Auch der Weser und ihren Nebengewässern
werden katastrophale Hochwässer nicht erspart bleiben.
Der Hochwassermerkstein
in Minden an der Weser spricht für sich. Als Bemessungsmaßstab
für einen kostenseitig noch vertretbaren Hochwasserschutzaufwand
gilt ein Ereignis mit im Mittel etwa 100-jähriger
Wiederkehrzeit. Das Hochwasser des Jahres 1946 ist etwa
dieser Größenordnung zuzuordnen. Der Merkstein
weist 5 historisch belegte Ereignisse auf, deren Wellenscheitel
noch um bis zu 1,30 m übe diesem Hochwasser lag.
Werden wir zukünftig
dem Gewässer- und Hochwasserschutz gleichermaßen
das nötige Gewicht geben und dann ausgewogen
handeln, um unseren Lebensraum zu verbessern und möglichst
vor Schaden zu bewahren? Auch in dicht besiedelten
Einzugsgebieten wie dem der Werre (siehe nebenstehendes
Bild) muss und kann den Gewässern zwischen den
Ortslagen wieder mehr Platz gegeben werden. Anderenfalls
holen sie sich ihn dort, wo wir es nicht wollen. Vergegenwärtigen
Sie sich die Uferstreifenbilanzen
als Orientierungsmaß für den Platz, den
wir den Gewässern in Ostwestfalen allein schon
im engeren Uferbereich nur noch zubilligen. Hier muss
etwas geschehen!
Wie beispielsweise
Hochwasser-, Natur- und Gewässerschutz miteinander
zu vereinbaren sind, zeigt das rheinland-pfälzische
IRMA-Projekt
"Leben am Strom - Multi-funktionale Entwicklung
von Überschwemmungsauen".
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