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Unter dem Titel „Anregung zur Bewertung“ wurde auf dieser Seite bereits frühzeitig die Abschätzung der Bestandsaufnahme mit der 70/30 Regel, also der Annahme mindestens 70 % der Fließstrecke müssten die Strukturklasse 5 und besser aufweisen, um das Ziel wahrscheinlich ohne weitere Maßnahmen zu erreichen, einer differenzierteren Betrachtung unterzogen, deren Ergebnisse Sie in der Wasserkörperliste sehen. Die prozentualen Anteile beruhen auf den Mittelwerten der Hauptparameter.

Für die Maßnahmenplanung wird jetzt unter Berücksichtigung von Strahlwirkungs- und Trittsteineffekten ebenfalls ein differenzierterer Vorschlag gemacht, bei dem nach heutigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, das die Gewässerstruktur für die Zielerreichung des Betrachtungsraumes nicht limitierend wirkt. Der Anteil der Gewässerabschnitte mit GSGK 6 und 7 kann dabei ebenfalls bis zu 30 % betragen, die Anteile in den Klassen 1 bis 3 müssen dabei jedoch ein Mindestmaß erreichen. Für GSGK 1 und 2 soll das in Summe mindestens 10 % und für GSGK 3 mindestens 30 % betragen. Zusätzlich wird die Durchgängigkeit und ein nicht unterbrochenes gewässertypisches Sohlsubstrat vorausgesetzt. Betrachten Sie dazu den gegenwärtigen Ist-Zustand der Gewässerstrukturanteile, die auf dieser Seite auf den Strukturklassen der Datenbank des Landes NRW beruhen.

Die Auswirkungen dieser zwei differenzierten Betrachtungsweisen auf die Abschätzung der Zielerreichung werden am Beispiel der Gewässer 4616 Rethlager Bach und 4618 Haferbach erläutert.

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Beim Rethlager Bach wird die sichere Annahme eines guten Zustandes (92% besser GSGK 6) in der ersten Abschätzung mit 72 % besser GSGK 5 knapp bestätigt, während die jetzige noch stärker differenzierte Abschätzung erbringt, das Anteile der GSGK 1 und 2 mit weit unter 10 % für die Zielereichung nicht ausreichen, also einige Abschnitte sich in einen kaum oder nur gering veränderten Zustand entwicklen müssen.

Beim Haferbach mit ursprünglich ebenfalls sicherer Annahme der Zielerreichung ( ebenfalls 92% besser GSGK 6) führt die Abschätzung in der Wasserkörperliste zu einem unsicheren Ergebnis, während die neue Betrachtung zur Forderung sowohl nach höheren Anteilen der GSGK 1 und 2 als auch der GSGK 3 führt.

Insgesamt zeigt dieses Zahlenspiel, dass es mehr auf die Betrachtung der Einzelparameter ankommt, als sich mit prozentualen Anteilen unterschiedlicher Rechenergebnisse der Strukturklassenanteile auseinanderzusetzen. Um das dem Leser vor Augen zu führen werden die Anteile dennoch auf diesen Seiten dargestellt.

Gew.-Nr. Gewässername
Strukturanteile
Ziel
 
Strukturanteile
Ziel
 
<4
4
>4
<3
3
4/5
>5
4616 Rethlager Bach
32
40
28
+
2
36
45
17
-
4618 Haferbach
22
50
28
-
3
27
58
12
-