Hier finden Sie die Ergennisse der Bestandsaufnahme 2004

Bilden Sie sich ein Urteil. Nutzen Sie die Diskussionsforen im Wasserblick.

Eine gute Übersicht der Bestandsaufnahmen der Bundesländer finden Sie auch unter
www.wrrl-info.de

Die Dokumentationen und weitere Informationen zu den Flussgebieten Ostwestfalen stehen unter

- www.ems.nrw.de
- www.lippe.nrw.de
- www.weser.nrw.de

 



In der Bestandsaufnahme 2004 zur WRRL wird abgeschätzt, ob die festgestellten Gewässerbelastungen dazu führen, dass die Zielerreichung unwahrscheinlich oder unklar ist oder das Ziel bereits ohne weitere Maßnahmen erreicht sein dürfte. Einzelheiten dieser Abschätzung werden in den Berichten zur Bestandsaufnahme ausführlich beschrieben.

Im ersten Schritt der Abschätzung, der sogenannten komponentenspezifischen Bewertung, ist zunächst einmal entscheidend, wie die Auswirkung der Werte der Einzelkomponente im Hinblick auf die mögliche Zielerreichung gesehen wird. Bei der Beurteilung der festgestellten Strukturgüteklasse hat sich bundesweit durchgesetzt, dass die Klasse 5 (stark verändert) für die Zielerreichung wahrscheinlich noch ausreicht. Im Anhang V der WRRL über die Einstufung des ökologischen Zustands werden die hydromorphologischen Qualitätskomponenten direkt nur für den Referenzustand herangezogen. Die Bewertung des guten Zustandes erfolgt ausschließlich über die biologischen Qualitätskomponenten. Im guten Zustand zeichnen sich deren Werte dadurch aus, dass sie in nur geringem Maße von den Werten abweichen, die normalerweise bei Abwesenheit störender Einflüsse mit dem entsprechenden Gewässertyp einhergehen.

Der am Gewässer Interessierte mag selbst entscheiden, ob die Annahme, dass in einem stark veränderten Gewässer, also einem nach der ursprünglichen Begrifflichkeit „merklich geschädigten“ Gewässer mit der Strukturklasse 5, die Werte der biologischen Qualitätskomponenten diesen geringen Abweichungen entsprechen können, plausibel ist. Wichtig ist darauf zu achten, dass in diesen Gewässern das Monitoring nicht vernachlässigt wird.

In der ersten Jahreshälfte des Jahres 2008 wird im Ramen der Vorarbeiten zu den Bewirtschaftungsplänen vorläufig angenommen, dass Wasserkörper mit mehr als 30%-Anteilen in den Struktur-klassen 6 und 7 den erheblich veränderten Wasserkörper zuzuordnen sind. Diese unschlüssigen Annahmen lassen sich nur dadurch erklären, dass die Betrachtung der Einzelparameter bei der Einschätzung des Gewässerzustandes und der Abschätzung der Zielerreichung vernachlässigt wird.




 

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Offenkundige, vor Ort am Bach mit dem Auge leicht wahrnehmbare Strukturparameter finden Sie über die
Wasserkörperliste. Die Tabelle enthält in der ersten und den beiden letzten Spalten die komponentenspezifischen Abschätzungen der Bestandsaufnahme

1
2
3
4
5
6
7
Güte-
klasse
wie
Bericht
<4

%
4

%
>4

%
Ziel ?


Struk-
tur
wie
Berich
t

Fisch-
fauna
wie
Bericht

31
40
29
+
   
29
40
31
-
   
 
20
70
10
?
   
32
35
33
?

Zusätzlich informiert diese Website über prozentuale Strukturanteile in
Spalte 2: Klasse 3 und besser
Spalte 3: Klasse 4
Spalte 4: Klasse 5 und schlechter.
Daraus resultiert in Spalte 5 ein Abschätzungsvorschlag, der nicht korrigieren sondern den interessierten Ortskundigen am Bach zur eigenen Beurteilung anregen soll. Die aus dem obigen Zahlenbeispiel resultierende Abschätzung ergibt sich aus folgenden Regeln:

Spaltensumme 2 und 3
>70%
+
Spaltensumme 3 und 4
>70%
-
Beide dieser Summen
>70%
?
Keine dieser Summen
>70%
?

Die im Jahre 2008 bestehenden Vorstellungen zu den Mindesterfordernissen für einen guten ökologischen Zustand finden sie in einem Zielpostulat formuliert auf der Seite zum Ist-Zustand der Wasserkörper.