Der Grundsatz des Wasserhaushaltsgesetzes
in § 1 a Abs. 1 WHG lautet:

Die Gewässer sind als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu sichern. Sie sind so zu bewirtschaften, daß sie dem Wohl der Allgemeinheit und im Einklang mit ihm auch dem Nutzen einzelner dienen und vermeidbare Beeinträchtigungen ihrer ökologischen Funktionen und der direkt von ihnen abhängigen Landökosysteme und Feuchtgebiete im Hinblick auf deren Wasserhaushalt unterbleiben und damit insgesamt eine nachhaltige Entwicklung gewährleistet wird.

Dabei sind insbesondere mögliche Verlagerungen von nachteiligen Auswirkungen von einem Schutzgut auf ein anderes zu berücksichtigen; ein hohes Schutzniveau für die Umwelt insgesamt, unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Klimaschutzes, ist zu gewährleisten.

Die Bewirtschaftungsziele werden im § 25a Abs.1 aufgezählt:

Oberirdische Gewässer sind, soweit sie nicht als künstlich oder erheblich verändert eingestuft werden, so zu bewirtschaften, dass
1. eine nachteilige Veränderung ihres ökologischen und chemischen Zustands vermieden und
2. ein guter ökologischer und chemischer Zustand erhalten oder erreicht wird.

BIn § 25b werden die Bewirtschaftungsziele für künstliche und erheblich veränderte oberirdische Gewässer genannt. Diese müssen ein gutes ökologisches Potential und einen guten chemischen Zustand aufweisen.

Der Begriff "Potential" bringt bereits zum Ausdruck, dass in Abschnitten dieser Gewässer, an denen Platz mit vertretbarem Aufwand erreicht werden kann, dieser auch bereit zu stellen ist, um die strukturellen Belastungen des Gewässers zu mindern und damit verbesserte Lebensbedingungen für die in den biologischen Qualitätskomponenten der Wasserahmenricht-linie genannten Pflanzen und Tiere zu schaffen.