Das Ufergehölz bewirkt durch seinen Schatten eine Begrenzung oder auch weitgehende Verdrängung der Bodenvegetation, insbesondere der grasreichen Bodenvegetation an den Uferböschungen. Bei fehlender Beschattung stellt sich ein dichter und üppiger Röhricht- und Grasbewuchs ein. Die Uferböschungen neigen dann zur Schwebstoffakkumulation mit der Folge einer Verschmälerung und Profilvertiefung des Gewässerbettes. Wünschenswert ist eine nach Art und Umfang ungleichförmige Verteilung der Bodenvegetation im Längsverlauf eines Gewässers, damit das Nebeneinander von Erosions- und Akkumulationsflächen mit unterschiedlichsten Sukzessionsstadien, die den Gehölzaufwuchs ermöglichen.

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


Liste der Strukturparameter:
Bildwechsel
Gewässerbereich: Ufer
Hauptparameter: Uferstruktur
Funktionale Einheit:
naturraumtypischer Bewuchs

Einzelparameter:
5.1 Uferbewuchs-Bodenvegetation
Wertstrukturparameter
Bildbeispiele:
LAWA - Kartieranleitung S. 124
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 110 f

Ergänzend zum Gehölzbewuchs wird die Bodenvegetation am Ufer erfasst.

keine Krautvegetation, naturbedingt
keine Krautvegetation, anthropogen
naturnahe Krautvegetation
Röhricht, Flutrasen
Krautflur, Hochstauden, Wiese
Rasen
nitrophile Hochstauden, Neophyten


 

 

Steht hinter dem jeweiligen Parameter der Tabelle zur Orientierung die Gebietskennziffer und Station des Aufnahmestandortes, so führt ein nachfolgender Link zur Gewässerseite oder auch zur Fotowanderung entlang des zugehörigen Gewässers.