Natürliche Formelemente der Gewässersohle entstehen durch punktuelle Akkumulation bzw. Erosion von Sohlenmaterial. Sie sind das Ergebnis von ortsfesten Strömungsunterschieden bei Hochwasser und tragen ihrerseits zur Erhaltung und Verstärkung der Strömungsunterschiede bei. Diese Formelemente kommen von Natur aus nur vereinzelt vor. Bei Hochwasser tragen sie wesentlich zur Turbulenzbildung, zur Energieumwandlung und zur Differenzierung der Sohlensedimente bei. Das Biotopspektrum eines Gewässers erweitern sie um wichtige Teilbiotope, auf die zahlreiche seltene Organismenarten angewiesen sind. Dazu zählen insbesondere auch die ebenfalls unter den besonderen Sohlentrukturen zu erfassenden Marophytenpolster und Wurzelflächen.

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


Liste der Strukturparameter:
Bildwechsel
Gewässerbereich: Sohle
Hauptparameter: Sohlenstruktur
Funktionale Einheit:
Art und Verteilung der Substrate

Einzelparameter 4.4:
Besondere Sohlenstrukturen

Wertstrukturparameter

LAWA - Kartieranleitung S. 116
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 79
(dort als EP 3.4)
Zusätzlich werden
besondere Sohlbelastungen mit dem Unterparameter EP 3.01 erfasst.

Zu erfassende Zustandsmerkmale

keine
Pool/Stille
Schnelle, Rauschefläche, Riffle
Kolk/Tiefrinne
Kehrwasser
Kaskade
Totholz
Wurzelfläche
Makrophyten
nicht erkennbar

Die ausgeprägten besonderen Sohlstrukturen werden gezählt und folgenden Klassen zugeordnet:

keine
ein bis zwei
mehrere
viele

Weitere Bildbeispiele

Flachwasser