Das Lückensystem der Gewässersohle (Interstitial) hat für die Austauschvorgänge mit dem Grundwasser und als Rückzugsraum für die Benthosorganismen herausragenden Wert. Das Vorhandensein eines Sohlendeckwerkes weist auf überhöhte Schleppkraftbelastung hin. Zwar soll die Sohlenerosion verhindert werden, aber auch alle natürlichen Strukturentwicklungen werden unterbunden. Großflächige Sohlendeckwerke bedeuten daher in hydraulicher Hinsicht(Rauhigkeit, Retention) wie in biologischer Hinsicht (Benthos, Nahrungskette, Laichplätze) eine besonders radikale und nachhaltige Strukturverarmung.

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


Liste der Strukturparameter:
Bildwechsel
Gewässerbereich: Sohle
Hauptparameter: Sohlenstruktur
Funktionale Einheit:
Sohlenverbau

Einzelparameter:
4.2 Sohlenverbau
Schadstrukturparameter
Bildbeispiele:
LAWA - Kartieranleitung S. 108
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 73
(dort als EP 3.3)

Zu unterscheidende Arten des Sohenverbaus >10 m:

kein Verbau
Steinschüttung, -stickung
Massivsohle mit Sediment
Massivsohle ohne Sediment
nicht erkennbar

Länge des Sohlverbaus:
10 - 50 m
>50 - 100 m
vollständig

Weitere Bildbeispiele:

Massivsohle mit Sediment
Massivsohle, kein Sediment
unwirksam

 

 

Steht hinter dem jeweiligen Parameter der Tabelle zur Orientierung die Gebietskennziffer und Station des Aufnahmestandortes, so führt ein nachfolgender Link zur Gewässerseite oder auch zur Fotowanderung entlang des zugehörigen Gewässers.