In natürlichen Gewässerbettsystemen wechseln die Breite und die Tiefe des Gewässerbettes umgekehrt proportional zueinander auf engem Raum. Als Gewässerbettbreite gilt die Distanz zwischen den beiden Böschungsoberkanten. Der Breitenwechsel ist im besonderen Maße Ausdruck der natürlichen morphologischen Dynamik und Reaktionsfähigkeit des Gewässer-Bettsystems.. Er ist wichtige Faktor für die Entstehung und die fortlaufende Regeneration eines breiten Gewässer- und Uferbiotopspektrums. Die Breitenvarianz ist daher ein sehr aussagekräftiger Parameter für das potentielle biologische Artenspektrum im Gewässer und an den Gewässerufern.

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


Liste der Strukturparameter:
Bildwechsel
Gewässerbereich: Ufer
Hauptparameter: Querprofil
Funktionale Einheit:
Breitenentwicklung

Einzelparameter:
3.4 Breitenvarianz
Wertstrukturparameter
Bildbeispiele:
LAWA - Kartieranleitung S. 96
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 101
(dort als EP 4.4)

Das zu unterscheidende Ausmaß der Breitenabweichungen (Breitenklassen)

extreme Weitung
Weitung
"Durchschnittsbreite"
Verengung
extreme Verengung

und die Häufigkeit, mit der die Gewässerbettbreite von der mittleren Gewässerbettbreite abweicht (Breitenvarianz).
sehr groß
groß
mäßig
gering
keine

 

 

Steht hinter dem jeweiligen Parameter der Tabelle zur Orientierung die Gebietskennziffer und Station des Aufnahmestandortes, so führt ein nachfolgender Link zur Gewässerseite oder auch zur Fotowanderung entlang des zugehörigen Gewässers.