Fast alle Gewässer haben von Natur aus ein relativ flaches Bett, das bei Hochwasser frühzeitig ausufert. Häufig ist dieses Gewässerbett jedoch durch Tiefenerosion, durch Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen, durch alluviale Auenaufhöhung oder durch andere anthropogene Einflüsse unnatürlich tief geworden. Das wirkt sich auf die Strukturvielfalt im Sohlen- und Uferbereich und die natürlichen Verbindungen zur Aue nachteilig aus. Die Profiltiefe ist somit direkt und indirekt von maßgebender Bedeutung für die Breite des Biotopspektrums und des potentiellen biologischen Artenbestandes im Gewässer und in der Gewässeraue.

Profilskizze mit maßgeblichen Begriffen

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


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Liste der Strukturparameter:

Bildbeispiel
Gewässerbereich: Ufer
Hauptparameter: Querprofil
Funktionale Einheit: Profiltiefe

Einzelparameter:
3.2 Profiltiefe
Wertstrukturparameter
Bildbeispiele:
LAWA - Kartieranleitung S. 88
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 92, 93
(dort als EP 4.2)

Der Parameter wird über das Tiefen/Breitenverhältnis des Profils T/B beschrieben:

Merkmal Verhältnis T/B
sehr flach < 1:10
flach 1:6 bis 1:10
mäßig tief 1:4 bis 1:6
tief 1:3 bis 1:4
sehr tief > 1:3
nicht erkennbar

In stauregulierten Abschnitten ist die Abschätzung der Profiltiefe nicht möglich. Dies wird gesondert registriert
staureguliert