Wasserbauwerke wie z.B. Wehre oder Grundschwellen, die einen Absturz des Mittelwasserspiegels von mehr als 10 cm bewirken und als Barriere wirken, werden als Querbauwerke kartiert. Sie stellen als „Geschiebefalle“ und als „Wanderbarriere“ für Organismen eine Unterbrechung und Störung des Gewässerökosystems dar. Je nach dem Ausmass ihrer Rückstauwirkung verursachen sie gewässeruntypische Struktur- und Biotopverhältnisse. Durch Verfall, Umgestaltung oder Zusatzbauwerke wie Fischpässe kann ihre Schadwirkung abgeschwächt und die Durchgängigkeit möglich sein.

1) Die Bildbeispiele vermitteln eine Vorstellung von den strukturellen Gegebenheiten, können aber das für den zugehörigen Bewertungsabschnitt zusammengefasste Gesamtergebnis der Strukturgüte-kartierung nur bedingt wiedergeben.

 


Der Beitrag des Gewässerschutzes:
Naturbelassene Uferstreifen!


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Liste der Strukturparameter:

Bildbeispiel
Gewässerbereich: Sohle
Hauptparameter: Längsprofil
Funktionale Einheit:
Anthropogene Wanderhindernisse

Einzelparameter:
2.1 Querbauwerke
Schadstrukturparameter
Bildbeispiele:
LAWA - Kartieranleitung S. 58,60
nicht mehr im Netz.
NRW - Kartieranleitung S. 48

Formen von Querbauwerken:

Grundschwellen
Absturz
Absturz mit Teilrampe
Absturz mit Fischwanderhilfe
Absturz mit Umgehungsrinne
glatte Gleite
rauhe Gleite
glatte Rampe
rauhe Rampe
Querbauwerk mit sohlnahem Ablauf *)
kein Querbauwerk

Zu unterscheidende Höhen in m :

<0,1 0,1 - 0,3 >0,3 - 1 >1

Weitere Bildbeispiele:

Grundschwelle <0,1 m
kleiner Absturz 0,1 - 0,3 m
hoher Absturz >0,3 - 1 m
sehr hoher Absturz >1 m

Absturz mit Fischtreppe

Absturz mit Fischpass

Eine passende Zuordnung fällt bei diesen Beispielen schwer:
Spundwand im Quellgebiet

Sohlabsturz "System Pfeifenbrink"
Gewässer als Parkteichanlage

*) z. B. Schützwehr,
Mönchsbauwerke gehören nicht dazu.