Zweck dieser Präsentation ist es, einen Gesamteindruck vom gegenwärtigen Zustand der Fließgewässer zu vermitteln. Daraus gehen die zur Zeit noch bestehenden wesentlichen Defizite im Zustand der Fließgewässer Ostwestfalens hervor. Damit soll ein Beitrag zu der von der Wasserrahmenrichtlinie geforderten aktiven Öffentlichkeitsbeteiligung geleistet werden, die in NRW im Januar 2008 mit Einrichtung von Runden Tischen für die Mitwirkung der Fachöffentlichkeit ihren Anfang findet.

Das von der Wasserrahmenrichtlinie geforderte Umweltziel eines guten Zustandes unterscheidet sich im Bewertungsmaßstab wesentlich von dem bisherigen Maßstab der an der Wasserqualität orientierten Gewässergüte. Eine entscheidende Voraussetzung für den guten Zustandes wird mit ein wenig mehr Platz für die Fließgewässerentwicklung verbunden sein. Entsprechend große Bedeutung sollten die auf dieser Website vorgestellten Uferstreifenbilanzen in der Diskussion der Maßnahmenprogramme erhalten.

Dem Herausgeber ist es ein besonderes Anliegen, die in Ostwestfalen beheimateten Nutzer dieser Website zu bitten, ihre eigenen Ortskenntnisse einzubringen und die hier vorgestellten Kartierergebnisse insbesondere im Hinblick auf die Uferstreifenbilanzen kritisch zu überprüfen. Die einfach zu unterscheidenden Formen von Gewässerrandstreifen sind:

  • flächenhaft Wald oder Sukzession
    Bodenständiger naturnaher Wald oder naturnahe Sukzessionsfluren auf einer Breite von mehr als 20 m.
  • Gewässerrandstreifen
    Bodenständiger naturnaher Wald, Gebüsch oder Sukzessionsfluren auf einer Breite von 5-20 m
  • Saumstreifen
    Naturnah belassene Sukzessions-fluren, Sträucher und Ufergehölze auf einer Breite von 2-5 m
  • kein wegen Nutzung
    Unmittelbar (innerhalb von 2 m ab Böschungsoberkante) angrenzende Nutzung

Für die Auswertungen auf dieser Website sind die Formen von Gewässerrandstreifen herangezogen worden, die auf mehr als 50 % des jeweiligen Kartierabschnittes von 100 m auftreten.