Naturraumspezifische Leitbilder der Fließgewässer im Weserbergland

Gewässerlandschaft: Muschelkalkgebiete
Gewässertyp: Muschelkalkgebiete

Referenzgewässer: Dohnhauser Bach
Gebietskennziffer: 45262
Stationierung: 0,8 - 0,9 km
Quellentfernung: 1,5 km
Naturraum: Oberwälder Land
Höhenlage: 205 m ü.M.
Gefälle: 2.9 % MQ: 7 l/s

Der Dohnhauser Bach durchfließt ein 2 km langes, in Süd-Nord-Richtung verlaufendes Tal im Brakeler Bergland und mündet bei Station 0,1 km in den Hilgenbach (Gewässernr. 45262), einem linksseitigen Zufluss der Aa. Sein Einzugsgebiet liegt in den Schichten des Oberen Muschelkalkes, so dass feste Kalkbänke und weichere Tonlagen den Untergrund bilden. Der Dohnhauser Bach nimmt in seinem Verlauf keine nennenswerte Zuflüsse auf. Ein Großteil der Niederschläge versickert im durchlässigen Untergrund und tritt an wasserstauenden Schichten wieder zutage. So liegen viele Quellaustritte im Brakeler Bergland an der Grenze zwischen den Kalken des Muschelkalkes und den Tonsteinen und Mergeln von Oberem Buntsandstein und Keuper. Die geringe Gewässernetzdichte und das vereinzelte Vorkommen von Trockentälern in der Gewässerlandschaft der Muschelkalkgebiete läßt Parallelen zu den verkarsteten Kalkgebieten der Paderborner Hochfläche erkennen. Allerdings sind im Weserbergland durch die Wechsellage und enge Verzahnung wasserstauender und -durchlässiger Schichten nicht die Voraussetzungen für die Ausbildung einer großflächigen Karstlandschaft wie auf der Paderborner Hochfläche gegeben.